Heute wäre Anneliese Oelte 92 Jahre alt geworden. Die Ahrensburgerin wurde schon als Kleinkind von ihren Eltern getrennt. Sie war an Kinderlähmung erkrankt. Die Nazis bezeichneten sie aufgrund ihrer Behinderung als „bildungsunfähig“. In einer sogenannten Heilanstalt in Wien starb sie durch systematische Vernachlässigung und Misshandlung. In Ahrensburg erinnert ein Stolperstein in der Ernst-Ziese-Straße/ Hagener Allee an das Mädchen, das einst dort wohnte.
Anneliese Oelte steht für die vielen Menschen, die durch die Behindertenfeindlichkeit im Nationalsozialismus ermordet wurden. Die Erinnerung an sie macht uns umso mehr bewusst, wofür wir kämpfen und einstehen müssen: gegen die Rechten und ihre Einteilung von Menschen in Kategorien nach Leistung oder Fähigkeit, gegen Behindertenfeindlichkeit und den Ausschluss von Menschen an der Teilhabe an gesellschaftlichem Leben, gegen die Kürzungen im Sozialen – für Vielfalt, Inklusion und die Wahrung von Rechten und der Würde aller Menschen.
Gedenken an Anneliese Oelte

